Dienstag, 16. März 2010

Avila und der Weg nach Madrid


16.03.2010

Gestern Abend war die Mauer dann nicht so schoen beleuchtet, aber ich wollte auch nicht mehr warten, ob sie irgendwann das Licht einschalten.

So bin ich etwas Essen gegangen und hab wieder die Spezialitaet von Avila (Tapa mit Kartoffeln und noch irgendwas gegessen. Lecker!

Ich hab mich dann noch etwas mit der netten Frau von der Rezeption unterhalten und bin um 23 Uhr ins Bett.

Heute Frueh war ich trotzdem wieder vorm Wecker wach und konnte so gemuetlich Fruehstuecken und meinen Ruckasack packen.

Als erstes hab ich mir eine Kirche angesehen und bin danach weiter zum Kloster San Jose. Hier war wieder einiges ueber Santa Teresa ausgestellt und extra fuer mich hat eine Frau das kleine Museum und die Kirche geoeffnet. Merkwuerdig, das sonst so oft niemand da ist. Eine Stunde hatte ich noch bis zum Auschecken und so hab ich mir das Museum Santa Teresa angeschaut. Am besten fand ich fast die Kellergewoelbe. Das Museum ist genau unter der Kirche. Eigentlich durfte man da nicht fotografieren aber ich konnte dem Mann ein Bild von den Gewoelben abschwatzen. Zu gerne haette ich auch Bilder von den alten Buechern gemacht. Es waren sowohl hier als auch in dem Kloster Gegenstaende aus dem Leben von Santa Teresa ausgestellt.

Dann hatte ich genug, eh keine Zeit mehr und bin zum Zug. Die Zugfahrt verging schnell und zwischendurch hatte ich immer wieder einen Blick auf schneebedeckte Berge. Irgendwann hat mich der Mann der auf der anderen Seite sass zu sich gewunken, damit ich da aus dem Fenster schauen und das Kloster/den Palast von El Escorial sehen konnte. Da muesste ich dann bei Gelegenheit noch mal hin, da das Foto irgendwie nichts geworden ist.

Mein Hostel hab ich dann schnell gefunden, meinen Rucksack abgestellt und bin losgezogen. In meiner Lieblings-Tapas-Bar (100 verschiedene Tapas) hier in Madrid (da war ich gestern zum 4.Mal) hab ich ne Kleinigkeit gegessen und bin dann weiter. Es war so ungewoehnlich warm, das ich meine Jacke in den Rucksack stopfen konnte. Fruehling!!!!!


Lust auf Süssigkeiten?????



Abends bin ich noch einmal zu der Bar zurueck und hab (da es da eigentlich immer uebervoll ist) mit zwei Jungs aus den Niederlanden am Tisch gesessen. Mal ne Woche in Madrid studieren kann ich mir auch nett vorstellen. Ich hab auf dem Rueckweg noch bei 2 weiteren Tapas Bars gestoppt und war dann um 23 Uhr in Bett! Das ist fuer Spanien frueh und fuer mich spaet. Aber es war ja mein letzter Urlaubstag!

Montag, 15. März 2010

Avila

15.03.2010

So gut hab ich lange schon nicht mehr geschlafen. Der Wecker hat mich wirklich wecken muessen und das nach fast 10 Stunden Schlaf.

Gestern Abend hab ich noch einen kleinen Spaziergang entlang der gigantischen Mauer genossen. Es ist wahnsinnig schoen!!!

Danach war ich in einer Tapas Bar. Da da kein Fernseher hing wo Fussball uebertragen worde, war fast nichts los. Pro Tapa mit Getraenk hab ich nur 1,30 bezahlt und so wird man gut satt und kann einiges probieren. Allerdings reichen mir dann auch 2-3 der kleinen Portionen. Aber es hat was!

Nach dem Fruehstueck bin ich als erstes zum Kloster Encarnacíon wo die heilige Theresa 30 Jahre lebte.


Entlang der Stadtmauern, die es mir wirklich angetan haben (wobei sie mich ja noch kleiner erscheinen lassen) bin ich weiter zum Kloster Santo Tomás. Wobei ich mir das haette schenken koennen, da es nicht viel zu sehen gab.

Aber zwischendurch hatte ich mal eine wunderbare Aussicht.


Das Highlight des Morgens war dann die Basilika.


Es gibt hier in Avila doch mehr zu sehen, als ich gedacht habe.
Ávila ist eine sehr alte Stadt. Spätestens seit der roemischen Zeit war die Stadt ununterbrochen besiedelt. Unter den Westgoten gehörte sie aufgrund ihrer Nähe zur Hauptstadt Toledo zu den wichtigsten des Königreichs. Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert war Ávila maurisch. Die Lage im umkämpften Grenzland zwischen moslemischer und christlicher Welt verhinderte zunächst eine wirtschaftliche Blüte, die erst ab dem 15. Jahrhundert einsetzen konnte, als sich die Kämpfe weiter nach Süden verlagerten und die Araber schließlich (1492) ganz aus Spanien vertrieben wurden. Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre Blütezeit.
Sehenswuerdigkeiten: Die Stadt ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO. Wichtigstes Monument ist die 2.500 Meter lange, komplett erhaltene romanische Stadtmauer (11. bis 14. Jahrhundert) mit ihren 88 Türmen und neun Stadttoren. Die gotische Kathedrale der Stadt ist insofern interessant, als sie Teil der Befestigungsanlage ist: der Chor der Kathedrale durchstößt die südliche Stadtmauer und wurde halbkreisförmig neu ummauert, es entstand eine Art sehr breiter Turm.
Ávila besitzt zahlreiche romanische Kirchen, darunter St. Vincenz, St. Peter und das St. Thomas-Kloster, die teilweise außerhalb der (bereits im Mittelalter zu engen) Stadtmauer liegen. Aus der maurischen Zeit hat sich außerdem eine Synagoge erhalten.
Da die Kathedrale das einzige war, was ueber Mittag offen hatte bin ich da rein. Leider ist durch Renovierung nicht alles zu besichtigen, aber das was man sah war schoen. Da hab ich ein Maedel aus Cusco getroffen. Sie wusste auch nicht, was sie ueber die Mittagspause machen sollte und so sind wir Tapas essen gegangen. Die schmecken mittags genauso gut.
Wir sind dann noch etw as durch die Altstadt und dann wollte sie wol lte mit diesem kleinen Zug fuer Touristen fahren und ich hatte auch nichts besseres vor und so bin ich mitgefahren, einmal durch die Altstadt und aussen um die Stadtmauern. Vor uns sassen zwei Jungs aus Santiago de Chile. Lustig, das die aus Orten sind wo ich schon mal war. Die aus Peru musste danach zum Zug und ich wollte noch zu der Bruecke und dann kurz in Hotel. Die von der Rezeption ist sehr bemueht, mein Spanisch zu verbessern. Das ist nett und lustig!
Um warm zu werden, wollte ich mal wieder eine heisse Schokolade (die trinke ich hier in Spanien irgendwie literweise da mir dauernd kalt ist) trinken gehen. Da sassen doch glatt die zwei Jungs aus Chile im Cafe. Heute sollte es irgendwie nichts werden mit Tagebuch schreiben. Aber so hatte ich auch immer Unterhaltung.
Die beiden sind dann in die Basilika und ich weiter zu einer Kirche die ich (wegen dem Namen) unbedingt sehen wollte.

Der Mann der davor stand meinte nur, das ich sie mir in Ruhe anschauen sollte und er danach das Licht ausmacht und abschliesst. Ich hab ihn zumindest so verstanden. Und es war auch so! Eine Nacht in einer Kirche stelle ich mir dann doch nicht so gut vor.

Nun warte ich darauf, das ich mir den Palacio de los Serrano anschauen kann. Bei Oeffnungszeiten von 19:30 bis 21:30 weiss ich nicht, was sich dahinter verbirgt. Danach werde ich noch ein paar Tapas essen gehen und dann hoffentlich in Ruhe mein Tagebuch schreiben koennen.

Morgen mittag fahr ich dann weiter nach Madrid und dann ist meine kurze Tour auch schon zu Ende und ich kann meinem Freund wieder auf die Nerven gehen. Ob der sich freut???

Sonntag, 14. März 2010

Salamanca am Morgen und Ávila

14.03.2010

Heute vormittag bin ich nach dem Fruehstueck noch einmal durch die Altstadt von Salamanca gelaufen. Im Gegensatz zu gestern war es richtig still.
Aber ich hab dann auch den Grund dafuer erfahren, warum alle guenstigen Hotels ausgebucht waren. San Sebastian spielt heute Abend wohl in Salamanca und da sind 3000 Fans mal eben einen Tag vorher angereist (zumindest war gestern schon die Stadt in der Hand von Fussballfans).

Mittags ging es mit dem Zug nach Ávila und ich hab die Stunde gemuetlich aus dem Fenster geschaut.
Irgendwie ist bei mir der Zeitpunkt erreicht, wo ich gerne mal etwas Ruhe haette. Es macht Spass und ich sehe viel, aber mir tun auch schon die Fuesse ordentlich weh.

In Ávila angekommen stand die uebliche Suche nach einem Hotel auf dem Programm. Zum ersten Mal hatte sogar eine Touristeninformation offen, wo ich zumindest mal eine Karte bekommen hab. Also hab ich mich auf die Suche begeben und wirklich ein 3-Sterne Hotel fuer mich gefunden. Nun hab ich die Reihe komplett! Es ist mit 35 Euro pro Nacht incl. Fruehstueck auch sehr guenstig (da zahle ich fuer mein Hostel in Madrid genauso viel).


Ich hab nur schnell meinen Rucksack ins Zimmer geworfen und bin dann losgezogen, um die Stadtmauer zu erklimmen. An 3 Haupttuermen konnte man nach oben und schon beim ersten war ich begeistert. Oben konnte man auf der Mauer dann entlang laufen und immer wieder auf kleinere Tuerme nach oben! Toll! Die Aussicht war auch gigantisch. Nach einer halben Stunde war ich mit dem ersten Teil fertig und hab den zweiten Aufgang gesucht. Von dem Stueck hat man in die andere Richtung schauen koennen. Die Gegend ist schon schoen und der strahlend blaue Himmel hat gluecklich gemacht. Nur irgendwann kam ein verdammt kalter Wind daher.
Nun musste ich noch das dritte Teilstueck finden und das war etwas schwerer. 3 die ich schon auf dem zweiten Stueck getroffen hatte kamen mir auch schon entgegen und so haben wir beschlossen, uns zu dritt zu verlaufen. Es war ein Paar aus Mexiko und ein Kolombianer. Das dritte Stueck war das Laengste und das Beeindruckenste! Die hohen Mauern und Tuerme haette ich im Mittelalter nicht angreifen wollen.




Irgendwann standen wir dann wieder unten und sind zusammen weiter, erst zu einer Kirche und dann was Essen. Die 3 wollten dann wieder zurueck nach Madrid und ich hatte auch genug von spanisch reden. Wobei die aus Mexiko auch Englsich konnten und es so ein Gemisch war.

Ich dachte, das ich morgen einen recht ruhigen Tag habe, aber es gibt hier doch sehr viel anzuschauen und es liegt nicht unbedingt nebeneinander. Zumindest hab ich in der kurzen Zeit hier in Spanien sehr viel gesehen und gelernt.

Samstag, 13. März 2010

Salamanca Tag 2


13.03.2010
Heute Frueh um 6 Uhr bin ich von netten Spaniern geweckt worden, die laut durchs Hotel gepollert sind und laut gebruellt haben. Das war schon nett von denen mich so zu wecken.

Mit dem Kanadier hab ich mich um 9 Uhr getroffen und wir waren schnell einen Kaffee trinken, bevor wir uns ein Kloster angeschaut haben. Da alles erst um 10 Uhr aufmacht, hat man in der Frueh ordentlich Zeit.

Das Kloster war toll und wir waren auch die einzigen und hatten so unsere Ruhe.

Dann sind wir wieder zum Hotel. Er ist weiter zum Bus um nach Burgos zu fahren und ich musste ja das Hotel wechseln. Leider konnte ich noch nicht ins Zimmer und bin so noch etwas durch die Stadt. Morgens ist es leider immer noch ganz schoen frisch. Aber so wird man wach!

Nachmittags bin ich noch mal durch die Stadt,

hab mir noch ein Kloster angeschaut
und war danach in der alten Universitaet.

Nun habe ich glaube ich alles gesehen und kann morgen beruhigt weiter fahren.

In Àvila brauch ich dann eigentlich ein 3-Sterne Hotel. Bis jetzt war ich in einem 1-Sterne, zwei 2-Sterne, einem 4- und einem 5- Sterne Hotel und fuer Madrid hab ich schon ein Hostelzimmer gebucht. So haette ich alle Kategorien durch.

Die Nacht hab ich einen super Blick ueber die Stadt!
Dafuer darf ich auch ordentlich Treppen steigen!

Salamanca

12.03.2010

Gestern vormittag bin ich nach dem Fruehstueck zum Busterminal von Caceres und hab da beim Busticket kaufen einen Lehrer aus Montreal kennen gelernt der eigentlich auch den Camino von Sevilla nach Santiago wandert, aber zwischendurch krank geworden ist. Er hatte auch Salamanca als erstes Ziel, bevor er wieder weiter wandern wollte. So war das Warten auf den Bus und die Busfahrt sehr kurzweilig. Als es in Bejar zu schneien angefangen hat, war ich nur alles andere als begeistert.
In Salamanca schien allerdings die Sonne wenn auch nur bei 4 Grad plus. Wir haben uns dann auf die Suche nach einer Unterkunft begeben, was sich als nicht leicht herausstellen sollte. Salamanca ist anscheinend am Wochenende immer komplett ausgebucht. So teuer sollte es ja auch nicht sein. Aber auch die guten Hotels fuer 100 Euro pro Nacht waren ausgebucht. Ein 2 Sterne Hotel hatte zumindest noch ein Einzel- und ein Doppelzimmer fuer die erste Nacht. Ich hab so das Doppelzimmer fuer mich allein genommen. Ich brauch ja Platz! ;-)

Fuer die zweite Nacht hab ich dann um die Ecke ein 4-Sterne Hotel gefunden. So hab ich zusammen 6 Sterne in Salamanca. (Die hatte ich in Hong Kong auch schon mal, aber das ist eine andere Geschichte). Also war zumindest das Uebernachten gesichert.

Wir sind dann etwas durch die Strassen gezogen. Die Stadt ist wunderschoen!

Als erstes sind wir zur neuen Kathedrale und auch auf die Tuerme hoch. Der Blick ueber die Stadt und die vielen Tuerme war schon beeindruckend.


Es macht schon Spass durch solche Staedte zu laufen, aber irgendwann war mir nur noch kalt. Meine Handschuhe hatte ich leider im Hotel vergessen. Aber nachmittags in der Sonne war es noch angenehm. Es war eh schon spaet und so sind wir noch in den Supermarkt (ich brauche ja irgendwie immer Wasser und Obst) und dann wollten wir noch was Essen gehen.
Beim Essen spare ich hier am meisten. Die Restaurants machen ja alle erst so gegen 20/21 Uhr auf und das ist mir zu spaet zum Essen. Dazu ist in allen Restaurants und Bars das Rauchen erlaubt und mittlerweile reagiere ich sehr empfindlich darauf, mit Kopfschmerzen und brennenden Augen. Also gibt es nichts zu essen, da ich was schmecken und nicht im Nebel sitzen moechte. Wir haben dann doch zwei Bars gefunden wo noch nicht so viel los war und konnten noch schnell ja ein Tapa und ein Wein / bzw Bier fuer 2 Euro zu uns nehmen. Als Nachtisch gab es spater in einem kleinen Cafe noch einen Crepe. Ich weiss, das ich wenn in Zukunft nur noch im Sommer nach Spanien fliegen werde, wenn man draussen essen kann. Der Rauch stoert mich einfach!